
UNPAVED - für alle, die anders über das Laufen denken
Was wäre, wenn es beim Laufen weniger um Pace, Distanz und Leistung ginge - und mehr darum, wohin es einen bringt? Mit UNPAVED schuf Salomon weit mehr als nur eine weitere Eventreihe. Die Marke baute einen Raum für Läuferinnen und Läufer auf, die dem Lärm des Alltags entkommen und sich wieder mit etwas Einfacherem verbinden wollten. Irgendwo zwischen Stadtstraßen und Waldwegen, zwischen Asphalt und Trail, zeigte UNPAVED eine andere Seite des Laufens: langsamer, freier und stärker geprägt von Gemeinschaft, Kreativität und Entdeckung.
Worte: Lukas Motschmann
Photos: Florian Kurrasch
Weniger ist mehr.
In einer Zeit, in der scheinbar jede Marke der nächsten lauten Kampagne, dem größeren Launch und dem extremeren Konzept hinterherjagt, wirkte es erfrischend, dass Salomon bewusst den entgegengesetzten Weg einschlug und etwas Ursprünglicheres neu definierte: das Gefühl, sich zwischen verschiedenen Welten zu bewegen. Zwischen Straße und Trail. Zwischen Stadt und Natur. Zwischen Performance und Präsenz. Genau das machte Gravel Running gerade jetzt so relevant.
“Beim Gravel Running geht es weniger darum, Bestzeiten zu jagen, sondern vielmehr darum, der eigenen Neugier zu folgen.”
Gravel ist weder klassisches Road Running noch Trail Running. Es bewegt sich dazwischen. Es ist der ruhige Schotterweg zwischen Wohnblocks und Waldpfaden. Der Kanalweg nach Feierabend, die versteckte Runde durch den Park, die kleine Fluchtroute hinaus aus der Stadt. Beim Gravel Running geht es weniger darum, Bestzeiten zu jagen, sondern vielmehr darum, der eigenen Neugier zu folgen.
Und genau darin fand Salomon seine perfekte Nische. Seit Jahren gilt die Marke als einer der stärksten Namen im Trail Running. Nun wurde ein Raum für etwas Weicheres und Differenzierteres revolutioniert: eine Kategorie für Menschen, die sich auf unterschiedlichen Untergründen bewegen und sich weder ausschließlich als Straßen- noch als Trailläuferinnen oder -läufer verstehen.
Das Gravel-Konzept von Salomon basiert genau auf dieser Idee. Beim Shakeout vom force. LAB der Female Cycling Force von der Innenstadt Münchens durch den englischen Garten bis zum Atelier Rosa konnten alle Interessierten die neuen AERO GLIDE 4 GRVL testen, die den Komfort und die Dämpfung klassischer Road-Modelle mitbringen, gleichzeitig aber genug Grip, Schutz und Robustheit bieten, um jederzeit den Asphalt hinter sich zu lassen. Die Schuhe orientieren sich an der Realität, wie viele Menschen tatsächlich laufen: eine Strecke, verschiedene Untergründe, kein fester Plan.
“Ein Raum für alle, die anders über das Laufen denken.”
Noch spannender als die Produkte selbst ist jedoch die Kultur, die Salomon darum aufbaut.
UNPAVED, Salomons neues Gravel-Konzept, wurde nicht als Rennen, Launch-Event oder weitere performancegetriebene Aktivierung inszeniert. Dani Gassner, Sportmarketing Manager und Kopf hinter dem Konzept, beschreibt es vielmehr als „einen Raum für alle, die anders über das Laufen denken“. Einen Ort fernab von Pace, Druck und festen Routen.
Denn für viele Menschen ist Laufen zu einem der wenigen Orte geworden, an denen noch Raum für Ruhe bleibt. Für Reflexion. Für das Alleinsein, ohne sich einsam zu fühlen. Gravel Running trifft genau diese Stimmung. Es bedeutet Bewegung ohne Eile. Den längeren Weg nach Hause zu wählen. Die Kopfhörer wegzulassen und stattdessen den eigenen Schritten zuzuhören.
Auch das UNPAVED-Event spiegelte genau diese Atmosphäre wider. Es verband Social Runs mit Design, Film-Screenings, Individualisierten Stickereien und einem einzigartigen Community-Space. Statt Leistungsdaten in den Mittelpunkt zu stellen, wurde auf Emotion, Kultur und Verbindung gesetzt. Ein Beispiel dafür war das Projekt „GO RUNNING FOR HEARTS“ mit Go Miyazaki, das nach dem Verlust eines Freundes durch eine Herzerkrankung entstand. Die Initiative macht aus jedem gelaufenen Kilometer eine Spende und erinnert daran, dass es beim Laufen um weit mehr gehen kann als um Pace oder Wettbewerb.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Gravel gerade jetzt so gut funktioniert. Nicht, weil es das nächste große Ding sein will. Sondern weil es genau das nicht sein will. Es ist ruhiger als Trail. Weniger performance-orientiert als Straße. Weniger darauf ausgerichtet, etwas zu beweisen - und mehr darauf, etwas zu fühlen. Und vielleicht genau deshalb das, was viele Marken und Läufer:innen gerade jetzt brauchen.







