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New Balance Kö Meile: Größer als Olympia
Event

New Balance Kö Meile: Größer als Olympia

Die Königsallee in Düsseldorf gilt als eine der prächtigsten Einkaufstraßen Deutschlands. Am Sonntag wurden hier keine Schnäppchen gemacht, sondern schnelle Zeiten über die Meilendistanz eingetütet. Race-Organisator und Top-Athlet Max Thorwirth wurde besonders emotional.

Words: Agata Strausa
Photos: Fellusch

Am Samstagabend schlenderten auf der Düsseldorfer Königsallee, auch als “Kö” bekannt, noch Samstagsshopper von Luxusboutique zu Luxusboutique. Am Sonntagmorgen wuselte es an gleicher Stelle nur so von jungen Läuferinnen und Läufern, die mit ihren Eltern gebannt ihrem Start beim Bambini- oder Schülerlauf entgegen fieberten. Mit den Nachwuchsläuferinnen und -läufern startete in Düsseldorf ein ganz besonderes Laufevent: Die New Balance Kö Meile.

Verteilt über den ganzen Vormittag, gab es Rennen über 300 Meter für die ganz jungen Athleten, die etwas älteren durften sich über die halbe Meile messen und ab 11 Jahren durfte man die Königsdisziplin des Tages laufen: Eine Meile, oder 1609,34 Meter rund um die Königsallee. Für wen das noch zu kurz war, konnte auch mehrere Runden um die Kö beim 5-Kilometer-Lauf absolvieren.

Überraschende Triumphe und hart ausgefochtene Kämpfe

Schon beim Laufnachwuchs konnte man hartnäckige Duelle beobachten und Zielspurts, die bis hinter die Ziellinie bitter ausgefochten wurden. Dann wurde es besonders knusprig auf der Kö: Das erste Profirennen stand an: Die Elite der Frauen. Als Top-Favoritin ging Nozomi Tanaka aus Japan ins Rennen. Gerade noch WM-Achte in Budapest geworden, stand die 24-Jährige wenige Tage später schon in Düsseldorf am Start. Wer aus dem Frauenwürde die frischeren Beine haben? Doch dann die große Überraschung.

Auf der Schlussgeraden zog Vivian Chebet aus Kenia an ihr vorbei und rettete sich als Erste über die Ziellinie. Tanaka wurde Zweite und sah etwas schockierte aus - oder war es nur die Anstrengung, die sie so verschreckt aussehen ließ? Leider konnten wir sie das nicht persönlich fragen. Überraschungssiegerin Chebet hingegen schwärmte vom Wettkampf: “Es war wunderschön, hier zu laufen, die Stimmung war super”, so die 27-jährige Kenianerin. “Ich hoffe, nächstes Jahr wieder hier zu starten.”

“Es war der Wahnsinn mit dem Publikum die ganze Straße runter bis ins Ziel.”

Im Eliterennen der Männer musste sich der Vorjahressieger Sam Blake aus Australien geschlagen geben. Gegen den jungen Franzosen Maël Gouyette war nichts auszurichten. In 4:03 Minuten stürmte der 24-Jährige mit aufgerissenen Armen vor Thomas Keen aus Großbritannien ins Ziel. “Ich bin sehr stolz”, so Gouyette, der zum ersten Mal überhaupt eine Meile auf der Straße gelaufen ist. Für ihn sei die Kö Meile ein Testlauf für die Straßenlauf-WM in Riga, Lettland, in einem Monat gewesen. “Es war der Wahnsinn mit dem Publikum die ganze Straße runter bis ins Ziel”, schwärmte er. Über das lautstarke Publikum und den gesamten Vibe des Events schwärmte auch der deutsche Profiläufer Maximilian Thorwirth. Der Lokalheld, der für den SFD 75 Düsseldorf-Süd startet, landete zwar nur auf dem neunten Platz, bekam aber den lautesten Applaus.

Gefeiert wurde Thorwirth nicht nur, weil er als Mittelstreckenläufer zur Weltspitze gehört, sondern weil er auch der Mann hinter der gesamten Veranstaltung ist. So hatte er wahrscheinlich schon vor seinem Rennen mindestens einen Marathon in den Beinen, weil er in den letzten Tagen und auch bis kurz vor seinem Start noch umhergelaufen war, um Organisatorisches zu erledigen. “Es war sehr viel Hin- und Herlaufen heute”, gab der 28-Jährige im Ziel zu. “Aber es macht riesig Spaß, das hier selber als Läufer miterleben zu dürfen!”

Die Kö Meile ist eigentlich viel größer als bei Olympia zu sein.”

Begeistert erzählt er von den vielen LäuferInnen, den zahlreichen ehrenamtlichen HelferInnen und dem Publikum. “Es macht einen einfach unglaublich glücklich”, sagt Thorwirth. “Ich habe früher mal gesagt, ich kann mit meiner Laufkarriere zufrieden sein, wenn ich mal bei Olympia war. So was mit dem ganzen Team hier, mit den ganzen Helfern und der Düsseldorfer Community, und mit allen, die uns Vertrauen schenken, ausrichten zu dürfen - und leben zu lassen - ist einfach wahnsinnig schön. Das ist eigentlich viel größer als jeder sportliche Erfolg.”

So viele glückliche Läuferinnen und Läufer wie man bei der New Balance Kö Meile beobachten konnte, sieht man vielleicht tatsächlich nicht einmal auf der ganz großen sportlichen Bühne. Vor allem, so viele engagierte freiwillige Helfer zu sehen, verlieh dem Event einen familiären Charakter - aber auf höchsten Niveau. Auch einige andere New-Balance-Topathleten haben tatkräftig mitangepackt, um das Event rundum gelungen zu machen. Die Düsseldorfer Community hat überzeugt.

Ergebnisse Kö Meile Elite Frauen

1. Vivian Chebet 🇰🇪 - 4:32
2. Nozomi Tanaka 🇯🇵 - 4:32
3. Vera Hoffmann 🇩🇪 - 4:38 

Ergebnisse Kö Meile Elite Männer

1. Maël Gouyette 🇫🇷 - 4:03
2. Thomas Keen 🇬🇧 - 4:03 
3. Sam Blake 🇦🇺 - 4:04

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